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Welt-RUM-bummler goes RYA
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Welt-RUM-bummler goes RYA

the knackered sailor

538 Seemeilen, fünf Inseln, zwölf Tage auf See. Alle sieben kanarischen Inseln haben wir nicht ganz geschafft.  Das Wetter hatte was dagegen.  Letztes Wochenende zog ein heftiger Sturm über die Inseln.  Wir wurden zum Landgang "gezwungen" - auf La Gomera.  Dabei habe ich entdeckt, wie schön diese Insel ist.  Und ich möchte sie auf jeden Fall nochmals in aller Ruhe erkunden.  Beim Segeln hat man ja bekannterweise recht wenig Zeit für ausführlichere Ausflüge an Land.  Am letzten Dienstag haben wir uns dann auf die Rückreise gemacht.  Von nun an hat es der Wind sehr gut mit uns gemeint.  Was auch dringend notwendig war, denn der Motor zeigte sich mehrmals von seiner unzuverlässigen Seite.  Ablagerungen im Dieseltank haben den Filter vorm Ansaugschlaug verstopft und den Motor immer wieder abgewürgt.  Unser Instructor hatte alle Hände voll zu tun - und das auf See - um den Fehler zu finden und dann zu beheben.  Die Bedeutung von handwerklichem Geschick und eine gewisse Motorenkunde sind in solchen Fällen nicht zu unterschätzen.   Dieses Problem war dann auch der Grund warum wir die noch einem Zischenstopp in Santa Cruz de Teneriffa eingelegt haben.  Von hier gings dann aber endgültig zurück nach Lanzarote und wir sind nahezu die gesamten 150 Seemeilen auf Halbwind-  bis Amwindkurs gesegelt.  Ein äusserst seltenes Ereignis auf den Kanaren - aber wir hatten Wind aus ungewöhnlicherr N-NNW Richtung, Stärke 4-5.  22 Stunden haben wir gebraucht bis wir in der Bucht von Pt. Papaguayo am Freitag um 0900 UTC geankert haben.  Hier erstmal ein paar Stunden ausschlafen.  Am Nachmittag haben wir noch ein paar MOB Manöver geübt.  Die Engländer, oder zumindest unser Instructor bei diesem Törn, bevorzugt den Sofort-Stopp mit Beidrehen/Beiliegen als die Methode seiner Wahl.  Sollte das nicht sofort zum Erfolg führen wird auf Raumwindkurs abgefallen, nach fünf Bootslängen Abstand gewendet und auf Amwindkurs zurückgesegelt um die Boje in Lee aufzunehmen.  Bin gespannt was die RYA Ausbilder im Solent unterrichten. 
Aber bevor es soweit ist, gönne ich mir erstmal ein paar Tage Erholung im vertrauten Puerto de Mogan Hostel "volver".  Sonne, Strand, Terrasse über dem Atlantik und jede Menge freundlicher Menschen lassen mich ein wenig abschalten und die gewonnen Eindrücke verdauen.  Am Mittwoch fliege ich dann für einen Kurzstopp in den Heimathafen, Wäsche waschen und die lieben Menschen zu Hause wiedersehen haben ihren ebenso entzückenden Reiz.