Das ist ein Leben! - Alex Krüger
RSS

Letzte Einträge

Next Waypoint: Home Port Gostanbul
Geschafft!
Die Woche der Wahrheit
Erstmals englisches Wetter
Ärmelkanal Querung zu den Channel Islands

Kategorien

Welt-RUM-bummler goes RYA
erstellt von

Welt-RUM-bummler goes RYA

The Solent greets me with sunshine

Zugegeben:  Ich war erst dreimal in Englang, und meist nur kurz.  Dies ist nun mein vierter Aufenthalt und mit insgesamt 30 Tagen, mit Abstand der längste.  Aber jedesmal wenn ich auf der Insel bin scheint die Sonne am strahlend blauen Himmel.  Das erzähle ich den Einheimischen und sie erwidern mit lautem Lachen:  "Das ist immer so, hier!"
Seit Samstag Abend bin ich nun auf der Reise auf die ich lange gewartet habe.    Und schon der Flug von München nach Southampton war spektakulär.  So konnte ich bei wolkenlosem Himmel auf den Rothsee und Nürnberg blicken.  Auch der Rhein sah beeindruckend aus der Luft aus.  Doch das Highlight war die Kurve über London, wo wir schon im Sinkflug waren und ich einen atemberaubenden Blick auf den River Thames und die Tower Bridge bewundern durfte.  Was für ein Einstieg ins Abenteuer "Yachtmaster"! 
Mittlerweile bin ich schon drei Tage hier und die Sonne lacht hier immer noch genauso fröhlich wie seit eh und je, meine ich zumindest ;-)  In meiner ersten Woche stehen Vorbereitungen, theoretische Wiederholungen und touristische Aktivitäten auf dem Plan.  So hab ich mir am Sonntag Southampton und die Hamble Point Marina angesehen. Eigentlich war da schon der Basic Sea Survival Course angesetzt, doch der musste wegen Erkrankung des Instructors verlegt werden.  Gestern stand der Termin beim Arzt im Kalender, wo mein medical fitness test für das sog.  ML5 problemlos verlief.  Jetzt hab ich also schon zwei Papiere in der Tasche die ich - sollte ich bestehen - für das Commercial Endorsement des Yachtmaster Offshore bei der RYA einreichen muss.  Im Winter noch zu Hause, habe ich als erste "Übung" erfolgreich den Online-Kurs "Professional Practices and Responsibilities" absolviert, der einen auf die Pflichten der gewerblichen Schifffahrt vorbereitet.  Den gestrigen Nachmittag war ich wieder Tourist und bin mit dem Bus nach Portsmouth gefahren und durch Studentenviertel  und zum Spinnaker Tower gebummelt. Ein paar Snacks und ein paar Ale´s, und der Tag war wieder gelungen.
Den heutigen Vormittag verbringe ich erstmal mit Blog aktualisiern, Postkarten schreiben und Geld wechseln - was gar nicht so einfach ist, vorausgesetzt man möchte einen einigermaßen respektablen Kurs bekommen (Abheben vom ATM erscheint als das günstigste).  Dann, um 2 PM, treffe ich Peter, den Direktor der British Offshore Sailing School kurz BOSS.  Wir wollen einen Ausweichtermin für den Basic Sea Survival Course finden und ich möchte mir noch ein paar Tipps abholen, wie ich die paar Tage bis mein praktisches Training am Sonntag startet am sinnvollsten nutzen kann.  Eine wertvolle Beschäftigung ist sicherlich die englische Segelsprache büffeln:  Head to wind, Close hauled, close reach, beam reach, broad reach, dead run (alle Kurse zum Wind), ahead, starbord/port bow, abeam, quarter, astern (Richtungen zum Schiff), Fairlead, Self-tailor, Preventer, Kicker, topping lift, goose neck, outhaul etc.  Head - Tack - Clew (Kopf Hals und Schothorn) sowie luff - leech - foot (Vor- Achter- Unterliek), Ahoy! und noch viel mehr ... puuuhhh
Auf die KVR - hier COLREG´s legen die Briten ebenso viel Wert wie wir in der Heimat.  Somit ist es lohnenswert die Regeln zu kennen und zu verstehen:  Rule 10 Traffic Separation Schemes Rule 16 Action by give-way vessel Rule 17 action by stand-on vessel Rule 19 Conduct of vessels in restricted visibility Rule 27 Vessels not under command or restricted in their ability to manoeuvre Rule28 Vessels constrained by their draught ... und noch viele mehr. 
Ihr merkt schon, Langeweile kommt keine auf, auch wenn ich mir einen sanften Einstieg mit einer Woche Vorlauf ausgesucht habe.  Die touristischen Ausflüge kommen aber auch nicht zu kurz und die Tatsache, dass der süden Englands schon in voller Blüte steht macht meinen Aufenthalt in Southampton sogar noch freundlicher!   Soviel für heute und liebe Grüße nach Hause, Euer Welt-RUM-bummler.